Auf dem Weg zu einer rassismussensiblen Kirche
Antirassismus auf der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen
Mit einem eindrücklichen Vortrag eröffnete Sarah Vecera die Beratung auf der Synode zu dem Thema. Sie zeigte, wie tief rassistische Strukturen auch kirchliche Kontexte prägen, oft unbewusst – und wie notwendig es ist, diese kritisch zu hinterfragen und aktiv zu verändern. Ihre Impulse stärkten das Bewusstsein dafür, dass Rassismuskritik nicht eine Zusatzaufgabe ist, sondern wesentlich zum Zeugnis des Evangeliums gehört.
Die Synode knüpft damit an den bereits 2024 gefassten Auftrag an, Kirche diskriminierungssensibel und rassismuskritisch weiterzuentwickeln. Auf der Synode im November 2025 bekräftigten die Synodalen diese Richtung. Die Synode erkennt an, dass die historische und gegenwärtige Mitverantwortung der Kirche an rassistischen Strukturen zur Aufarbeitung und zur Entwicklung einer antirassistischen/rassismuskritischen Haltung verpflichtet.
Der neue Synodenbeschluss versteht Rassismuskritik als langfristige und systemrelevante Querschnittsaufgabe der gesamten Landeskirche. Er umfasst zentrale Schritte:
- Stärkung rassismuskritischer Theologie und Förderung der Stimmen von Theolog*innen of Color.
- Verankerung rassismuskritischer Perspektiven in Personal- und Organisationsentwicklung, u. a. durch Schulungen.
- Ausbau entsprechender Bildungsangebote in Aus-, Fort- und Weiterbildung.
- Einrichtung von Angeboten für Seelsorge, Beratung und Empowerment ) für durch Rassismus benachteiligte Menschen
- Beteiligung an öffentlichen Aktionen gegen Rassismus und Umsetzung rassismussensibler Kommunikationsleitlinien.
- Einrichtung eines Gremiums für Antirassismusarbeit, das den Prozess bis zur Besetzung der geplanten Antirassismusbeauftragung begleitet.
Wie und wo die im November 2024 beschlossene Antirassismus-Beauftragung eingerichtet und organisatorisch verortet wird, welche Aufgaben ihr zugewiesen werden und welche finanziellen sowie personellen Ressourcen für die Verstärkung der rassismussensiblen bzw. -kritische Arbeit der EKvW bereitstehen werden, ist derzeit noch offen.
Ein Arbeitsinstrument hat das oikos-Institut mit dem Wegweiser „Rassismus und Kirche“ erstellt. Er bietet Gemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Einrichtungen eine praxisnahe Orientierung: von grundsätzlichen Informationen über den Einfluss der Kirche auf die Entstehung von Rassismus, über praktische Anregungen zur Reflexion kirchlicher Handlungsfelder, bis zu konkreten Handlungsempfehlungen für eine rassismuskritische Praxis. Die Synode empfiehlt ihn ausdrücklich zur Weiterarbeit, verbunden mit dem Anliegen, negativ von Rassismus Betroffene aktiv in Transformationsprozesse miteinzubinden.
Gemeinsam soll so ein kirchlicher Raum wachsen, der sensibel für Diskriminierung ist, Betroffene schützt, Strukturen verändert und Zeugnis gibt von einer Kirche, in der alle Menschen gesehen werden und dazugehören.
Materialien / Download
- Wegweiser „Rassismus und Kirche“: Download
- „EKvW auf dem Weg zu einer rassismussensiblen Kirche“: Beschluss der Landessynode
- Vortrag von Sarah Vecera auf der Landessynode zum nachhören, ab 1h:16 Minuten: https://youtu.be/IqgtZK4Vg8E
- Bericht der Evangelischen Kirche von Westfalen zum Vortrag von Sarah Vecera:
Auf dem Weg zu einer rassismussensiblen Kirche

Antirassismus auf der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen
Mit einem eindrücklichen Vortrag eröffnete Sarah Vecera die Beratung auf der Synode zu dem Thema. Sie zeigte, wie tief rassistische Strukturen auch kirchliche Kontexte prägen, oft unbewusst – und wie notwendig es ist, diese kritisch zu hinterfragen und aktiv zu verändern. Ihre Impulse stärkten das Bewusstsein dafür, dass Rassismuskritik nicht eine Zusatzaufgabe ist, sondern wesentlich zum Zeugnis des Evangeliums gehört.
Die Synode knüpft damit an den bereits 2024 gefassten Auftrag an, Kirche diskriminierungssensibel und rassismuskritisch weiterzuentwickeln. Auf der Synode im November 2025 bekräftigten die Synodalen diese Richtung. Die Synode erkennt an, dass die historische und gegenwärtige Mitverantwortung der Kirche an rassistischen Strukturen zur Aufarbeitung und zur Entwicklung einer antirassistischen/rassismuskritischen Haltung verpflichtet.
Der neue Synodenbeschluss versteht Rassismuskritik als langfristige und systemrelevante Querschnittsaufgabe der gesamten Landeskirche. Er umfasst zentrale Schritte:
- Stärkung rassismuskritischer Theologie und Förderung der Stimmen von Theolog*innen of Color.
- Verankerung rassismuskritischer Perspektiven in Personal- und Organisationsentwicklung, u. a. durch Schulungen.
- Ausbau entsprechender Bildungsangebote in Aus-, Fort- und Weiterbildung.
- Einrichtung von Angeboten für Seelsorge, Beratung und Empowerment ) für durch Rassismus benachteiligte Menschen
- Beteiligung an öffentlichen Aktionen gegen Rassismus und Umsetzung rassismussensibler Kommunikationsleitlinien.
- Einrichtung eines Gremiums für Antirassismusarbeit, das den Prozess bis zur Besetzung der geplanten Antirassismusbeauftragung begleitet.
Wie und wo die im November 2024 beschlossene Antirassismus-Beauftragung eingerichtet und organisatorisch verortet wird, welche Aufgaben ihr zugewiesen werden und welche finanziellen sowie personellen Ressourcen für die Verstärkung der rassismussensiblen bzw. -kritische Arbeit der EKvW bereitstehen werden, ist derzeit noch offen.
Ein Arbeitsinstrument hat das oikos-Institut mit dem Wegweiser „Rassismus und Kirche“ erstellt. Er bietet Gemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Einrichtungen eine praxisnahe Orientierung: von grundsätzlichen Informationen über den Einfluss der Kirche auf die Entstehung von Rassismus, über praktische Anregungen zur Reflexion kirchlicher Handlungsfelder, bis zu konkreten Handlungsempfehlungen für eine rassismuskritische Praxis. Die Synode empfiehlt ihn ausdrücklich zur Weiterarbeit, verbunden mit dem Anliegen, negativ von Rassismus Betroffene aktiv in Transformationsprozesse miteinzubinden.
Gemeinsam soll so ein kirchlicher Raum wachsen, der sensibel für Diskriminierung ist, Betroffene schützt, Strukturen verändert und Zeugnis gibt von einer Kirche, in der alle Menschen gesehen werden und dazugehören.
Materialien / Download
- Wegweiser „Rassismus und Kirche“: Download
- „EKvW auf dem Weg zu einer rassismussensiblen Kirche“: Beschluss der Landessynode
- Vortrag von Sarah Vecera auf der Landessynode zum nachhören, ab 1h:16 Minuten: https://youtu.be/IqgtZK4Vg8E
- Bericht der Evangelischen Kirche von Westfalen zum Vortrag von Sarah Vecera:
