Ägypten

Infolge der zunehmenden Diskriminierung und wiederholter Übergriffe und Anschläge auf koptisch-orthodoxe Christ*innen, Kirchen und Geschäfte sind seit den 1970er Jahren immer mehr koptische Gläubige nach Deutschland ausgewandert oder geflohen und haben auch im Bereich unserer Landeskirche zahlreiche Gottesdienstgemeinden und das koptisch-orthodoxe Kloster der Hl. Jungfrau Maria und des Hl. Mauritius in Höxter-Brenkhausen gegründet. Ihre Präsenz lenkt unseren Blick nach Ägypten, einem der wichtigsten biblischen Länder und damit Teil unserer christlichen Glaubensgeschichte.

Die Zusammenarbeit mit den koptischen Christ*innen innerhalb der EKvW bedeutet auch, deren Lage in Ägypten wahrzunehmen. Zugleich begegnen wir hier einer der ältesten christlichen Kirchen, in der die Anfänge des christlichen Mönchtums liegen, aber auch die Erfahrung als „Kirche der Märtyrerinnen und Märtyrer“. Die Begegnung mit dem koptischen Christentum ist für beide Seiten neben der ökumenischen Zusammenarbeit auch ein wichtiges interkulturelles Lernfeld zwischen westeuropäischem und nordafrikanischem Christentum.

Kontakt

  • Ralf Lange-Sonntag

  • 0231 5409-13

  • Interreligiöser Dialog; islamischer Dialog; christlich-jüdischer Dialog; Naher und Mittlerer Osten