Partnerschaft braucht Verantwortung

Factsheet zur Wasserstoffkooperation zwischen NRW und Ceará

Ceará verfügt über hervorragende Bedingungen für erneuerbare Energien und möchte sich als internationaler Standort für die Produktion und den Export von grünem Wasserstoff etablieren. Im Hafenkomplex Pecém soll Wasserstoff produziert, zu grünem Ammoniak weiterverarbeitet und anschließend unter anderem nach Europa verschifft werden. Das Land Nordhrein-Westfalen rechnet langfristig mit einem erheblichen Bedarf an Wasserstoffimporten und arbeitet daher am Aufbau eines Importkorridors für grünen Ammoniak aus Ceará.

Doch die Erfahrungen mit bestehenden, groß angelegten Projekten für erneuerbare Energien im Nordosten Brasilien zeigen, dass die Planungen Risiken für Mensch und Natur mit sich bringen: Untersuchungen zeigen etwa, dass langfristige Pachtverträge für Windenergieanlagen Kleinbäuer*innen erheblich benachteiligen können. Traditionelle Gemeinschaften wie die Quilombola-Gemeinschaft von Cumbe haben Erfahrungen mit eingeschränktem Zugang zu ihren Lebensgrundlagen gemacht. Auch die handwerkliche Küstenfischerei könnte durch geplante Offshore-Windparks beeinträchtigt werden.

Hinzu kommt der hohe Wasserbedarf der Wasserstoffproduktion. In der semiariden Region um Pecém konkurrieren verschiedene Großprojekte um knappe Ressourcen. Gleichzeitig können durch Entsalzung von Meerwasser große Mengen konzentrierter Sole, die Küstenökosysteme belasten können.

Eine faire Partnerschaft sollte nicht allein den Aufbau von Lieferketten und Investitionen fördern. Sie muss ebenso die Rechte betroffener Gemeinschaften, ökologische Standards, Transparenz und demokratische Beteiligung sicherstellen. Das Factsheet formuliert dazu konkrete Empfehlungen an die Landespolitik – unter anderem für einen stärkeren Dialog mit Zivilgesellschaft und betroffenen Gemeinschaften in Ceará.

Unser neues Factsheet „Partnerschaft braucht Verantwortung – Die Wasserstoffkooperation zwischen NRW und Ceará“ nimmt diese Entwicklungen genauer in den Blick. Es zeigt, wo Konflikte entstehen können und welche Verantwortung NRW bei der Gestaltung seiner Wasserstoffpartnerschaft trägt.

Das Factsheet steht hier zum Download bereit:

FS_Wasserstoff_NRW_Ceara

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Partnerschaft braucht Verantwortung

Factsheet zur Wasserstoffkooperation zwischen NRW und Ceará

Ceará verfügt über hervorragende Bedingungen für erneuerbare Energien und möchte sich als internationaler Standort für die Produktion und den Export von grünem Wasserstoff etablieren. Im Hafenkomplex Pecém soll Wasserstoff produziert, zu grünem Ammoniak weiterverarbeitet und anschließend unter anderem nach Europa verschifft werden. Das Land Nordhrein-Westfalen rechnet langfristig mit einem erheblichen Bedarf an Wasserstoffimporten und arbeitet daher am Aufbau eines Importkorridors für grünen Ammoniak aus Ceará.

Doch die Erfahrungen mit bestehenden, groß angelegten Projekten für erneuerbare Energien im Nordosten Brasilien zeigen, dass die Planungen Risiken für Mensch und Natur mit sich bringen: Untersuchungen zeigen etwa, dass langfristige Pachtverträge für Windenergieanlagen Kleinbäuer*innen erheblich benachteiligen können. Traditionelle Gemeinschaften wie die Quilombola-Gemeinschaft von Cumbe haben Erfahrungen mit eingeschränktem Zugang zu ihren Lebensgrundlagen gemacht. Auch die handwerkliche Küstenfischerei könnte durch geplante Offshore-Windparks beeinträchtigt werden.

Hinzu kommt der hohe Wasserbedarf der Wasserstoffproduktion. In der semiariden Region um Pecém konkurrieren verschiedene Großprojekte um knappe Ressourcen. Gleichzeitig können durch Entsalzung von Meerwasser große Mengen konzentrierter Sole, die Küstenökosysteme belasten können.

Eine faire Partnerschaft sollte nicht allein den Aufbau von Lieferketten und Investitionen fördern. Sie muss ebenso die Rechte betroffener Gemeinschaften, ökologische Standards, Transparenz und demokratische Beteiligung sicherstellen. Das Factsheet formuliert dazu konkrete Empfehlungen an die Landespolitik – unter anderem für einen stärkeren Dialog mit Zivilgesellschaft und betroffenen Gemeinschaften in Ceará.

Unser neues Factsheet „Partnerschaft braucht Verantwortung – Die Wasserstoffkooperation zwischen NRW und Ceará“ nimmt diese Entwicklungen genauer in den Blick. Es zeigt, wo Konflikte entstehen können und welche Verantwortung NRW bei der Gestaltung seiner Wasserstoffpartnerschaft trägt.

Das Factsheet steht hier zum Download bereit:

FS_Wasserstoff_NRW_Ceara

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