Neue Dynamik für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas

Erste Konferenz von Staaten und Zivilgesellschaft zur globalen Abkehr fossiler Energien 

Die erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen haben Kolumbien und die Niederlande in Santa Marta ausgerichtet. Daran nahmen Ende April Vertreter*innen von Regierungen aus mehr als 50 Ländern sowie von Zivilgesellschaft, Glaubensgemeinschaften, Wissenschaft und indigenen Gruppen teil.

Die Konferenz wurde bewusst anders geplant als klassische UN-Klimagipfel und versteht sich als Ergänzung zu den bestehenden Klimaverhandlungen. Sie wurde aus Frustration über jahrzehntelange Blockaden initiiert – als Raum für eine „Koalition der Willigen“, die konkret diskutieren möchten, nicht OB, sondern WIE wir den fossilen Ausstieg gestalten.

Besonders Fragen globaler Gerechtigkeit wurden dabei beleuchtet: Viele Länder des Globalen Südens stehen vor der Herausforderung, gleichzeitig Klimaziele umzusetzen, Energiezugang zu sichern und hohe Schuldenlasten zu bewältigen. Zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen wiesen darauf hin, dass Schuldenerleichterungen und faire Finanzierungsmechanismen entscheidende Bausteine für einen gerechten Wandel der Energiesysteme sind. Auch die Achtung der Menschenrechte muss gewährleistet werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass indigene Gemeinschaften umfassend informiert und aktiv beteiligt werden müssen, wenn auf ihrem Gebiet Anlagen für erneuerbare Energien und die Erzeugung von grünem Wasserstoff geplant werden.

Deutlich wurde: Der Ausstieg aus den fossilen Energien ist nicht nur ein klimapolitisches und technisches Thema, sondern eine moralische Verantwortung sowie eine menschenrechtliche und völkerrechtliche Verpflichtung. Globale Krisen und Konflikte – etwa die Spannungen rund um die Straße von Hormus – zeigen zudem, wie abhängig unsere Welt von fossilen Energien ist – und wie dringend Alternativen gebraucht werden.

Auch der Blick vieler Glaubensgemeinschaften weltweit richtete sich auf Santa Marta. „Entscheide dich für Mut statt Selbstzufriedenheit, für Handeln statt Zögern und für das Leben statt Profit“, mahnte ein gemeinsamer Aufruf, den auch das oikos-Institut für Mission und Ökumene mitgezeichnet hat. Unser Engagement verstehen wir dabei als Teil der Ökumenischen Dekade für Klimagerechtigkeit (2025-2034), zu der der Ökumenische Rat der Kirchen aufruft.

Der in Santa Marta hoffnungsvoll begonnene Prozess soll weitergehen: Eine Folgekonferenz im Jahr 2027 wollen der vom Klimawandel stark bedrohte Inselstaat Tuvalu und Irland gemeinsam ausrichten.

Website zur internationalen Konferenz: https://transitionawayconference.com

Weiterführende Links zum Thema:

 

Bildhinweis: Logo der Konferenz „Transitioning away from Fossil Fuels“

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Neue Dynamik für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas

Logo der Konferenz „Transitioning away from Fossil Fuels“.

Erste Konferenz von Staaten und Zivilgesellschaft zur globalen Abkehr fossiler Energien 

Die erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen haben Kolumbien und die Niederlande in Santa Marta ausgerichtet. Daran nahmen Ende April Vertreter*innen von Regierungen aus mehr als 50 Ländern sowie von Zivilgesellschaft, Glaubensgemeinschaften, Wissenschaft und indigenen Gruppen teil.

Die Konferenz wurde bewusst anders geplant als klassische UN-Klimagipfel und versteht sich als Ergänzung zu den bestehenden Klimaverhandlungen. Sie wurde aus Frustration über jahrzehntelange Blockaden initiiert – als Raum für eine „Koalition der Willigen“, die konkret diskutieren möchten, nicht OB, sondern WIE wir den fossilen Ausstieg gestalten.

Besonders Fragen globaler Gerechtigkeit wurden dabei beleuchtet: Viele Länder des Globalen Südens stehen vor der Herausforderung, gleichzeitig Klimaziele umzusetzen, Energiezugang zu sichern und hohe Schuldenlasten zu bewältigen. Zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen wiesen darauf hin, dass Schuldenerleichterungen und faire Finanzierungsmechanismen entscheidende Bausteine für einen gerechten Wandel der Energiesysteme sind. Auch die Achtung der Menschenrechte muss gewährleistet werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass indigene Gemeinschaften umfassend informiert und aktiv beteiligt werden müssen, wenn auf ihrem Gebiet Anlagen für erneuerbare Energien und die Erzeugung von grünem Wasserstoff geplant werden.

Deutlich wurde: Der Ausstieg aus den fossilen Energien ist nicht nur ein klimapolitisches und technisches Thema, sondern eine moralische Verantwortung sowie eine menschenrechtliche und völkerrechtliche Verpflichtung. Globale Krisen und Konflikte – etwa die Spannungen rund um die Straße von Hormus – zeigen zudem, wie abhängig unsere Welt von fossilen Energien ist – und wie dringend Alternativen gebraucht werden.

Auch der Blick vieler Glaubensgemeinschaften weltweit richtete sich auf Santa Marta. „Entscheide dich für Mut statt Selbstzufriedenheit, für Handeln statt Zögern und für das Leben statt Profit“, mahnte ein gemeinsamer Aufruf, den auch das oikos-Institut für Mission und Ökumene mitgezeichnet hat. Unser Engagement verstehen wir dabei als Teil der Ökumenischen Dekade für Klimagerechtigkeit (2025-2034), zu der der Ökumenische Rat der Kirchen aufruft.

Der in Santa Marta hoffnungsvoll begonnene Prozess soll weitergehen: Eine Folgekonferenz im Jahr 2027 wollen der vom Klimawandel stark bedrohte Inselstaat Tuvalu und Irland gemeinsam ausrichten.

Website zur internationalen Konferenz: https://transitionawayconference.com

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Bildhinweis: Logo der Konferenz „Transitioning away from Fossil Fuels“

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