Leitungswechsel in der Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung
Pfarrer Ernst-Eduard Lambeck leitete den Fachbereich Gemeindeberatung und den Konvent der systemischen Gemeindeberater*innen am oikos-Institut. Am 30. Juni wird er mit einem Gottesdienst in der Dortmunder Kirche St. Marien in den Ruhestand verabschiedet. Zu seinen Aufgaben gehörten die Vermittlung von Beratungen sowie die Weiterqualifizierung und Ausbildung der Gemeindeberater*innen. Zuletzt engagierte er sich im Vorstand der Gesellschaft für Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Für die Zeit nach seinem Abschied sieht das Arbeitsfeld gut aufgestellt: Der Konvent umfasst derzeit 45 aktive Gemeindeberater*innen, hat sich verjüngt und inhaltlich auf neue Herausforderungen eingestellt. Auch die Geschäftsstelle wird von einem engagierten Team getragen. Die Leitungsstelle wurde neu ausgeschrieben, um perspektivisch ein Beratungszentrum für den kirchlichen Arbeitskontext mit aufzubauen – in Kooperation mit Gemeindeberatung, Personalberatung und Supervision am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW).
Systemische Organisationsberatung erfährt – nicht nur im kirchlichen Feld – eine hohe Nachfrage. In Zeiten großer Veränderungen sind Leitungsgremien mehr denn je auf ein „Coaching von der Seitenlinie“ angewiesen. Nachhaltige Beratung ist dabei eng mit einer grundlegenden Neuausrichtung der Arbeitsorganisation verbunden. Sie gelingt nicht mit einfachen Mitteln, sondern nur im Zusammenspiel vieler Faktoren: der beteiligten Menschen, ihrer Emotionen, eines tragfähigen Sinnhorizonts, guter Arbeitsprozesse und einer überzeugenden Zukunftsstrategie.
Als zentrale Entwicklung beschreibt Lambeck den fachlichen Wandel von der klassischen Organisationsentwicklung hin zu systemischer Organisationsberatung, mit einem stärkeren Blick auf die Organisation als lernendes System. Parallel wurde die Weiterbildung der Gemeindeberater*innen grundlegend überarbeitet und kompetenzorientiert ausgerichtet. Ein wichtiger Schritt war 2022 der Beitritt zur Deutschen Gesellschaft für Beratung e. V. (DGfB) – verbunden mit der Anerkennung des GBOE-Beratungszertifikats. Zudem wurden auf EKD-Ebene die Beratungsstandards umfassend aktualisiert.
Mit Blick auf die anstehende Transformation der Kirche plädiert Lambeck für Veränderung, ohne die Menschen zu verlieren und ohne den Inhalt an den Rand zu drängen. Entscheidend bleibe das „innere Feuer“, vom Evangelium bewegt zu sein. Gemeindeberatung lebt für ihn von einem Quäntchen Hoffnung: „Es könnte alles anders sein.“
Leitungswechsel in der Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung

Pfarrer Ernst-Eduard Lambeck leitete den Fachbereich Gemeindeberatung und den Konvent der systemischen Gemeindeberater*innen am oikos-Institut. Am 30. Juni wird er mit einem Gottesdienst in der Dortmunder Kirche St. Marien in den Ruhestand verabschiedet. Zu seinen Aufgaben gehörten die Vermittlung von Beratungen sowie die Weiterqualifizierung und Ausbildung der Gemeindeberater*innen. Zuletzt engagierte er sich im Vorstand der Gesellschaft für Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Für die Zeit nach seinem Abschied sieht das Arbeitsfeld gut aufgestellt: Der Konvent umfasst derzeit 45 aktive Gemeindeberater*innen, hat sich verjüngt und inhaltlich auf neue Herausforderungen eingestellt. Auch die Geschäftsstelle wird von einem engagierten Team getragen. Die Leitungsstelle wurde neu ausgeschrieben, um perspektivisch ein Beratungszentrum für den kirchlichen Arbeitskontext mit aufzubauen – in Kooperation mit Gemeindeberatung, Personalberatung und Supervision am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW).
Systemische Organisationsberatung erfährt – nicht nur im kirchlichen Feld – eine hohe Nachfrage. In Zeiten großer Veränderungen sind Leitungsgremien mehr denn je auf ein „Coaching von der Seitenlinie“ angewiesen. Nachhaltige Beratung ist dabei eng mit einer grundlegenden Neuausrichtung der Arbeitsorganisation verbunden. Sie gelingt nicht mit einfachen Mitteln, sondern nur im Zusammenspiel vieler Faktoren: der beteiligten Menschen, ihrer Emotionen, eines tragfähigen Sinnhorizonts, guter Arbeitsprozesse und einer überzeugenden Zukunftsstrategie.
Als zentrale Entwicklung beschreibt Lambeck den fachlichen Wandel von der klassischen Organisationsentwicklung hin zu systemischer Organisationsberatung, mit einem stärkeren Blick auf die Organisation als lernendes System. Parallel wurde die Weiterbildung der Gemeindeberater*innen grundlegend überarbeitet und kompetenzorientiert ausgerichtet. Ein wichtiger Schritt war 2022 der Beitritt zur Deutschen Gesellschaft für Beratung e. V. (DGfB) – verbunden mit der Anerkennung des GBOE-Beratungszertifikats. Zudem wurden auf EKD-Ebene die Beratungsstandards umfassend aktualisiert.
Mit Blick auf die anstehende Transformation der Kirche plädiert Lambeck für Veränderung, ohne die Menschen zu verlieren und ohne den Inhalt an den Rand zu drängen. Entscheidend bleibe das „innere Feuer“, vom Evangelium bewegt zu sein. Gemeindeberatung lebt für ihn von einem Quäntchen Hoffnung: „Es könnte alles anders sein.“
