Gottesdienst ruft zu Solidarität mit Menschen im Iran auf
Gedenken und beten für Menschen im und aus dem Iran, die bangen, leiden, aber auch hoffen auf Freiheit und Würde. Als Zeichen der Solidarität mit ihnen fand in Dortmund ein Gottesdienst statt. Der persischsprachige Seelsorger für Westfalen, Mehrdad Sepehri Fard, rief Christinnen und Christen auf, iranischen Glaubensschwestern und -brüdern eine Stimme zu geben und an ihrer Seite zu stehen. Sie litten seit Jahrzehnten unter Drohungen, Unterdrückung, politischer Verfolgung, Folter und Mord.
„Wir dürfen nicht schweigen und wegschauen, wenn Unrecht herrscht und Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt, verhaftet oder sogar hingerichtet werden. Kirche müsse „laut sein“, wenn es um Menschenrechte gehe und für Gerechtigkeit eintreten, sagte Sepehri Fard, der selbst mit seiner Familie wegen Verfolgung schon vor einigen Jahren sein Heimatland verlassen hat. Die Menschen im Iran sehnten sich nach einem „Land ohne Terror, in dem Kinder frei auf der Straße spielen können.“
Sepehri Fard erinnerte an zahlreiche Fälle staatlicher Gewalt, wenn Menschen im Land für ihre Freiheitsrechte. Das iranische Volk lebe seit 47 Jahren „als Geisel unter der Herrschaft der Islamischen Republik.“ Immer wieder seien Menschen im Land auf die Straße gegangen, um für grundlegende Menschenrechte und Freiheit zu demonstrieren. Das Regime habe darauf immer wieder mit Drohungen Verhaftungen, Folter und Mord geantwortet.
Im Gottesdienst, der wenige Tage nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran stattfand, waren Fotos von getöteten Menschen zu sehen. Gezeigt wurden etwa Kinder, junge Frauen, Hochzeitspaare, Familien, Handwerker, Sportler. Dazu brannte eine große Kerze. Zu ihren Bildern spielte Sepehri Fard Lieder auf einer Gitarre. Am Ende des Gottesdienstes wurde das Kerzenlicht aus der Kirche in die Fußgängerzone getragen, gemeinsam wurde ein iranisches Friedenslicht gesungen.
Der Gottesdienst stand unter dem Titel „Ihr seid nicht allein“ und sollte Raum bieten für Gebet, Trauer und die Bitte um Frieden. Darin erinnert wurde sowohl an die Verletzten und Trauernden als auch derjenigen, die sich für Freiheit, Menschenrechte und einen gerechten Frieden einsetzen. Dazu eingeladen hatten der Evangelische Kirchenkreise Dortmund und das oikos-Institut für Mission und Ökumene.
Bildhinweis: An der Gestaltung des Gottesdienstes wirkten mit (v.l.): Pfarrer Michael Stache (Ständiger Stellvertretender Superintendent im Kirchenkreis Dortmund), Pfarrerin i. R. Annette Muhr-Nelson (Fröndenberg), der Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen, Superintendent Christian Bald (Bielefeld), Pastor Mehrdad Sepehri Fard und Pfarrer Jean-Gottfried Mutombo (oikos-Institut, Dortmund). – Foto: Stephan Schütze
Gottesdienst ruft zu Solidarität mit Menschen im Iran auf

Gedenken und beten für Menschen im und aus dem Iran, die bangen, leiden, aber auch hoffen auf Freiheit und Würde. Als Zeichen der Solidarität mit ihnen fand in Dortmund ein Gottesdienst statt. Der persischsprachige Seelsorger für Westfalen, Mehrdad Sepehri Fard, rief Christinnen und Christen auf, iranischen Glaubensschwestern und -brüdern eine Stimme zu geben und an ihrer Seite zu stehen. Sie litten seit Jahrzehnten unter Drohungen, Unterdrückung, politischer Verfolgung, Folter und Mord.
„Wir dürfen nicht schweigen und wegschauen, wenn Unrecht herrscht und Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt, verhaftet oder sogar hingerichtet werden. Kirche müsse „laut sein“, wenn es um Menschenrechte gehe und für Gerechtigkeit eintreten, sagte Sepehri Fard, der selbst mit seiner Familie wegen Verfolgung schon vor einigen Jahren sein Heimatland verlassen hat. Die Menschen im Iran sehnten sich nach einem „Land ohne Terror, in dem Kinder frei auf der Straße spielen können.“
Sepehri Fard erinnerte an zahlreiche Fälle staatlicher Gewalt, wenn Menschen im Land für ihre Freiheitsrechte. Das iranische Volk lebe seit 47 Jahren „als Geisel unter der Herrschaft der Islamischen Republik.“ Immer wieder seien Menschen im Land auf die Straße gegangen, um für grundlegende Menschenrechte und Freiheit zu demonstrieren. Das Regime habe darauf immer wieder mit Drohungen Verhaftungen, Folter und Mord geantwortet.
Im Gottesdienst, der wenige Tage nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran stattfand, waren Fotos von getöteten Menschen zu sehen. Gezeigt wurden etwa Kinder, junge Frauen, Hochzeitspaare, Familien, Handwerker, Sportler. Dazu brannte eine große Kerze. Zu ihren Bildern spielte Sepehri Fard Lieder auf einer Gitarre. Am Ende des Gottesdienstes wurde das Kerzenlicht aus der Kirche in die Fußgängerzone getragen, gemeinsam wurde ein iranisches Friedenslicht gesungen.
Der Gottesdienst stand unter dem Titel „Ihr seid nicht allein“ und sollte Raum bieten für Gebet, Trauer und die Bitte um Frieden. Darin erinnert wurde sowohl an die Verletzten und Trauernden als auch derjenigen, die sich für Freiheit, Menschenrechte und einen gerechten Frieden einsetzen. Dazu eingeladen hatten der Evangelische Kirchenkreise Dortmund und das oikos-Institut für Mission und Ökumene.
Bildhinweis: An der Gestaltung des Gottesdienstes wirkten mit (v.l.): Pfarrer Michael Stache (Ständiger Stellvertretender Superintendent im Kirchenkreis Dortmund), Pfarrerin i. R. Annette Muhr-Nelson (Fröndenberg), der Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen, Superintendent Christian Bald (Bielefeld), Pastor Mehrdad Sepehri Fard und Pfarrer Jean-Gottfried Mutombo (oikos-Institut, Dortmund). – Foto: Stephan Schütze
