Friedensgebet für Kirchen im Nahen und Mittleren Osten
„Nimm mich mit in deine Geschichte“ – Tagung im Kloster Brenkhausen
Für die Kirchen in Syrien und im Libanon ist der Krieg noch nicht beendet. Der Konflikt zwischen der Hisbollah im Südlibanon und Israel führt zu täglichen Kämpfen und Angriffen durch das israelische Militär. Jeden Tag sterben Menschen. Damit befasste sich eine Tagung im Koptisch-Orthodoxen Kloster in Brenkhausen mit dem Titel „Nimm mich mit in Deine Geschichte“. Ein gemeinsames Gebet galt der Verbundenheit und Solidarität mit den Kirchen im Nahen und Mittleren Osten.
In Syrien wächst die Unsicherheit unter dem neuen islamistischen Machthaber Ahmed al-Scharaa. „Die syrischen Christen stehen heute vor enormen Herausforderungen, doch ihr Glaube bleibt ein starkes Fundament, das sie durch die Stürme der Gegenwart trägt“, betonte der Primas der Diözese der Armenisch-Orthodoxen Kirche in Damaskus, Bischof Armash Nalbandian.
Aber Syrien sei „nicht nur ein Land, das seit über einem Jahrzehnt durch Krieg, Zerstörung und humanitäre Krisen in den Schlagzeilen steht, sondern auch ein Ort, an dem das Christentum eine über 2.000 Jahre alte Geschichte hat“, so Bischof Armash. Für ihn sei die Zukunft des Christentums in Syrien ungewiss. Wichtig sei es daher, „junge Menschen zu ermutigen, in Syrien zu bleiben oder zurückzukehren. Bildungsprogramme, wirtschaftliche Unterstützung und der Wiederaufbau von Infrastruktur sind entscheidend, um Perspektiven zu schaffen“.
Dazu brauche es internationale Hilfe auch für das syrische Christentum, das tief in der syrischen Kultur verwurzelt sei und „dessen Überleben in Syrien auch eine Herausforderung für die gesamte globale christliche Gemeinschaft“ sei. „Daher soll man die lokalen Kirchen in Syrien als Partner bei den Wiederaufbaubemühungen anerkennen und akzeptieren“, so die Bitte von Bischof Armash an die Kirchen in Deutschland.
Auch der maronitische Pfarrer Jihad Nassif aus Latakia/Syrien rief dazu auf, die syrischen Christen stärker zu unterstützen, denn „Syrien ist die Wiege des Christentums schlechthin“. Beide Kirchenvertreter äußerten ihre Sorge vor einem Syrien ohne Christen, denn die Kirchen in Syrien leisteten eine wichtige Arbeit im Bereich von Armutsbekämpfung, Bildung und Diakonie, um das Land wieder aufzubauen.
Dr. Ramy Wannous, Priester der Rum-Orthodoxen Kirche im Libanon, erklärte, dass die politische Einflussnahme auf den Libanon durch die Nachbarländer „zu großen politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen führen, die das Leben im Libanon sehr verändert haben“.
Der Koptisch-Orthodoxe Bischof Anba Damian berichtete von den „harten Bedingungen, unter denen die Christen in Ägypten leben“ und beklagte die fehlende Gleichbehandlung von Christen und Muslimen in der ägyptischen Gesellschaft. Für Christen sei es kaum möglich, staatliche Positionen zu bekommen. Der koptische Papst Tawadros II. fördere daher Projekte als „Hilfe zur Selbsthilfe“ nicht nur für die Kopten, sondern für alle, die in Ägypten unter Armut und fehlende Bildungschancen leiden.
Im Zeichen dieser Erfahrungen stand das Ökumenische Friedensgebet für die Kirchen im Nahen und Mittleren Osten im Koptisch-Orthodoxen Kloster in Brenkhausen-Höxter. Das gemeinsame Gebet galt der Verbundenheit und Solidarität mit den Kirchen im Nahen und Mittleren Osten. Pfarrer Christian Hohmann vom oikos-Institut und Claudia Rammelt (Ev. Kirche in Mitteldeutschland und Mitarbeiterin der Universität Göttingen/Bochum) erinnerten zu Beginn daran, dass „viele christliche Kirchen in dieser Region unter dem folgenschweren Terror und Krieg der letzten beiden Jahre leiden“. An dem Friedensgebet nahmen auch der Primas der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland, Bischof Serovpe Isakhanyan, sowie Vertreter*innen der Syrisch-Orthodoxen Kirche und der Nahost-Unterausschusses der Evangelischen Kirche von Westfalen teil.
Foto: EKvW/Claudia Rammelt
Friedensgebet für Kirchen im Nahen und Mittleren Osten

„Nimm mich mit in deine Geschichte“ – Tagung im Kloster Brenkhausen
Für die Kirchen in Syrien und im Libanon ist der Krieg noch nicht beendet. Der Konflikt zwischen der Hisbollah im Südlibanon und Israel führt zu täglichen Kämpfen und Angriffen durch das israelische Militär. Jeden Tag sterben Menschen. Damit befasste sich eine Tagung im Koptisch-Orthodoxen Kloster in Brenkhausen mit dem Titel „Nimm mich mit in Deine Geschichte“. Ein gemeinsames Gebet galt der Verbundenheit und Solidarität mit den Kirchen im Nahen und Mittleren Osten.
In Syrien wächst die Unsicherheit unter dem neuen islamistischen Machthaber Ahmed al-Scharaa. „Die syrischen Christen stehen heute vor enormen Herausforderungen, doch ihr Glaube bleibt ein starkes Fundament, das sie durch die Stürme der Gegenwart trägt“, betonte der Primas der Diözese der Armenisch-Orthodoxen Kirche in Damaskus, Bischof Armash Nalbandian.
Aber Syrien sei „nicht nur ein Land, das seit über einem Jahrzehnt durch Krieg, Zerstörung und humanitäre Krisen in den Schlagzeilen steht, sondern auch ein Ort, an dem das Christentum eine über 2.000 Jahre alte Geschichte hat“, so Bischof Armash. Für ihn sei die Zukunft des Christentums in Syrien ungewiss. Wichtig sei es daher, „junge Menschen zu ermutigen, in Syrien zu bleiben oder zurückzukehren. Bildungsprogramme, wirtschaftliche Unterstützung und der Wiederaufbau von Infrastruktur sind entscheidend, um Perspektiven zu schaffen“.
Dazu brauche es internationale Hilfe auch für das syrische Christentum, das tief in der syrischen Kultur verwurzelt sei und „dessen Überleben in Syrien auch eine Herausforderung für die gesamte globale christliche Gemeinschaft“ sei. „Daher soll man die lokalen Kirchen in Syrien als Partner bei den Wiederaufbaubemühungen anerkennen und akzeptieren“, so die Bitte von Bischof Armash an die Kirchen in Deutschland.
Auch der maronitische Pfarrer Jihad Nassif aus Latakia/Syrien rief dazu auf, die syrischen Christen stärker zu unterstützen, denn „Syrien ist die Wiege des Christentums schlechthin“. Beide Kirchenvertreter äußerten ihre Sorge vor einem Syrien ohne Christen, denn die Kirchen in Syrien leisteten eine wichtige Arbeit im Bereich von Armutsbekämpfung, Bildung und Diakonie, um das Land wieder aufzubauen.
Dr. Ramy Wannous, Priester der Rum-Orthodoxen Kirche im Libanon, erklärte, dass die politische Einflussnahme auf den Libanon durch die Nachbarländer „zu großen politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen führen, die das Leben im Libanon sehr verändert haben“.
Der Koptisch-Orthodoxe Bischof Anba Damian berichtete von den „harten Bedingungen, unter denen die Christen in Ägypten leben“ und beklagte die fehlende Gleichbehandlung von Christen und Muslimen in der ägyptischen Gesellschaft. Für Christen sei es kaum möglich, staatliche Positionen zu bekommen. Der koptische Papst Tawadros II. fördere daher Projekte als „Hilfe zur Selbsthilfe“ nicht nur für die Kopten, sondern für alle, die in Ägypten unter Armut und fehlende Bildungschancen leiden.
Im Zeichen dieser Erfahrungen stand das Ökumenische Friedensgebet für die Kirchen im Nahen und Mittleren Osten im Koptisch-Orthodoxen Kloster in Brenkhausen-Höxter. Das gemeinsame Gebet galt der Verbundenheit und Solidarität mit den Kirchen im Nahen und Mittleren Osten. Pfarrer Christian Hohmann vom oikos-Institut und Claudia Rammelt (Ev. Kirche in Mitteldeutschland und Mitarbeiterin der Universität Göttingen/Bochum) erinnerten zu Beginn daran, dass „viele christliche Kirchen in dieser Region unter dem folgenschweren Terror und Krieg der letzten beiden Jahre leiden“. An dem Friedensgebet nahmen auch der Primas der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland, Bischof Serovpe Isakhanyan, sowie Vertreter*innen der Syrisch-Orthodoxen Kirche und der Nahost-Unterausschusses der Evangelischen Kirche von Westfalen teil.
Foto: EKvW/Claudia Rammelt
