Drei unvergessliche Wochen in Ohio

Westfälische Teamerinnen bei den Summer Camps der United Church of Christ

Von Westfalen nach Ohio: Für drei Wochen konnten Lisa (21) und Lisa-Marie (20) aus Westfalen als Teamerinnen bei den diesjährigen Summer Camps der United Church of Christ (UCC) mitwirken. Möglich wurde dies durch die Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche von Westfalen und der UCC, die seit vielen Jahren einen lebendigen Austausch in den Summercamps ermöglicht. Damit reihten sich die beiden jungen Frauen in eine lange Tradition westfälischer Teilnehmender ein, die bei den Camps prägende Erfahrungen sammeln konnten – und nun selbst neue Impulse für die Arbeit mit Jugendlichen nach Hause bringen.

Die Heartland Conference der UCC bietet ein breites Spektrum an Camps: kreative Programme wie „Music Mindfulness Art Dance Drama“, das „Camp-Out“ für queere Jugendliche und Verbündete, Sport-Camps oder generationsübergreifende Familiencamps. Für Lisa und Lisa-Marie war dies eine spannende Entdeckungsreise. Jede Woche erwartete sie eine neue Gruppe mit eigener Dynamik.

„Gerade wenn man die Menschen besser kennt, muss man sich schon wieder verabschieden – das war herausfordernd“, erzählt Lisa, Lehramtsstudentin aus Münster. Gleichzeitig erwies sich genau diese Struktur als Gewinn: „Wir haben viele unterschiedliche Menschen kennengelernt, jedes Camp hatte seine eigene Kultur“, ergänzt Lisa-Marie, die als Pfadfinderleiterin bereits Erfahrung in der Jugendarbeit mitbringt.

Spiritualität als prägende Erfahrung

Besonders beeindruckend war für beide die Art, wie Glauben in den Camps gelebt wird. Das tägliche Gebet, abendliche Vespers und kleine Gottesdienste unter freiem Himmel spielten eine zentrale Rolle. „Häufig gestalteten Kinder und Jugendliche selbst die Liturgie – mit Bibeltexten, Worship-Songs oder kleinen Sketchen“, erzählt Lisa. Die Atmosphäre war besonders: „Mitten im Wald, geschmückt mit Lichterketten, einem großen Holzkreuz und einer Feuerstelle – das war sehr bewegend.“ Neben den Gottesdiensten gab es morgendliche Einheiten, die Raum für persönliche Gespräche boten. „Die Camper lernen sich so auf einer Ebene kennen, die verbindet – oft für immer“, reflektiert sie.

Diese Erfahrungen hatten auch eine nachhaltige Wirkung für die beiden Westfälinnen selbst: „Das Zelebrieren des Glaubens und die Begeisterung der Kinder diesbezüglich lässt uns auch näher zu Gott kommen“, berichtet Lisa. „Das bewusste Zeit nehmen, um zu beten und Danke zu sagen ist etwas, was wir gerne beide mit in unseren Alltag mitnehmen wollen.“

Neben den spirituellen Impulsen nahmen Lisa und Lisa-Marie auch methodische Anregungen mit. „Es war spannend zu sehen, wie Kinder und Jugendliche biblische Themen annehmen – und mit welchen kreativen Methoden man das fördern kann“, erzählt Lisa-Marie.

Deutlich wurde auch der große Stellenwert von Tradition: „Viele Teilnehmende sind schon in dritter Generation dabei. Die langjährigen Freundschaften und der starke Zusammenhalt prägen jedes Camp“, berichten die beiden. Dieser Aspekt machte ihnen bewusst, wie wichtig Kontinuität für eine lebendige Jugendarbeit ist.

Die Teilnahme der beiden jungen Frauen zeigt, wie ökumenischer Austausch Jugendarbeit bereichern kann: durch neue Methoden, gelebte Spiritualität und interkulturelle Begegnungen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wertvoll die Partnerschaft zwischen der EKvW und der UCC ist: Sie schafft Räume, in denen junge Menschen Glaube, Gemeinschaft und kulturelle Vielfalt erfahren können.

Mitmachen 2026!

Auch im kommenden Jahr wird das oikos-Institut für Mission und Ökumene wieder zwei Plätze für junge Erwachsene in den Summer Camps der UCC in Ohio vergeben. Interessent*innen können sich jetzt schon per Mail an Miriam Albrecht, Referentin für Junge Ökumene, wenden, um frühzeitig Informationen zum Bewerbungsverfahren zu erhalten.

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Drei unvergessliche Wochen in Ohio

Westfälische Teamerinnen bei den Summer Camps der United Church of Christ

Von Westfalen nach Ohio: Für drei Wochen konnten Lisa (21) und Lisa-Marie (20) aus Westfalen als Teamerinnen bei den diesjährigen Summer Camps der United Church of Christ (UCC) mitwirken. Möglich wurde dies durch die Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche von Westfalen und der UCC, die seit vielen Jahren einen lebendigen Austausch in den Summercamps ermöglicht. Damit reihten sich die beiden jungen Frauen in eine lange Tradition westfälischer Teilnehmender ein, die bei den Camps prägende Erfahrungen sammeln konnten – und nun selbst neue Impulse für die Arbeit mit Jugendlichen nach Hause bringen.

Die Heartland Conference der UCC bietet ein breites Spektrum an Camps: kreative Programme wie „Music Mindfulness Art Dance Drama“, das „Camp-Out“ für queere Jugendliche und Verbündete, Sport-Camps oder generationsübergreifende Familiencamps. Für Lisa und Lisa-Marie war dies eine spannende Entdeckungsreise. Jede Woche erwartete sie eine neue Gruppe mit eigener Dynamik.

„Gerade wenn man die Menschen besser kennt, muss man sich schon wieder verabschieden – das war herausfordernd“, erzählt Lisa, Lehramtsstudentin aus Münster. Gleichzeitig erwies sich genau diese Struktur als Gewinn: „Wir haben viele unterschiedliche Menschen kennengelernt, jedes Camp hatte seine eigene Kultur“, ergänzt Lisa-Marie, die als Pfadfinderleiterin bereits Erfahrung in der Jugendarbeit mitbringt.

Spiritualität als prägende Erfahrung

Besonders beeindruckend war für beide die Art, wie Glauben in den Camps gelebt wird. Das tägliche Gebet, abendliche Vespers und kleine Gottesdienste unter freiem Himmel spielten eine zentrale Rolle. „Häufig gestalteten Kinder und Jugendliche selbst die Liturgie – mit Bibeltexten, Worship-Songs oder kleinen Sketchen“, erzählt Lisa. Die Atmosphäre war besonders: „Mitten im Wald, geschmückt mit Lichterketten, einem großen Holzkreuz und einer Feuerstelle – das war sehr bewegend.“ Neben den Gottesdiensten gab es morgendliche Einheiten, die Raum für persönliche Gespräche boten. „Die Camper lernen sich so auf einer Ebene kennen, die verbindet – oft für immer“, reflektiert sie.

Diese Erfahrungen hatten auch eine nachhaltige Wirkung für die beiden Westfälinnen selbst: „Das Zelebrieren des Glaubens und die Begeisterung der Kinder diesbezüglich lässt uns auch näher zu Gott kommen“, berichtet Lisa. „Das bewusste Zeit nehmen, um zu beten und Danke zu sagen ist etwas, was wir gerne beide mit in unseren Alltag mitnehmen wollen.“

Neben den spirituellen Impulsen nahmen Lisa und Lisa-Marie auch methodische Anregungen mit. „Es war spannend zu sehen, wie Kinder und Jugendliche biblische Themen annehmen – und mit welchen kreativen Methoden man das fördern kann“, erzählt Lisa-Marie.

Deutlich wurde auch der große Stellenwert von Tradition: „Viele Teilnehmende sind schon in dritter Generation dabei. Die langjährigen Freundschaften und der starke Zusammenhalt prägen jedes Camp“, berichten die beiden. Dieser Aspekt machte ihnen bewusst, wie wichtig Kontinuität für eine lebendige Jugendarbeit ist.

Die Teilnahme der beiden jungen Frauen zeigt, wie ökumenischer Austausch Jugendarbeit bereichern kann: durch neue Methoden, gelebte Spiritualität und interkulturelle Begegnungen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wertvoll die Partnerschaft zwischen der EKvW und der UCC ist: Sie schafft Räume, in denen junge Menschen Glaube, Gemeinschaft und kulturelle Vielfalt erfahren können.

Mitmachen 2026!

Auch im kommenden Jahr wird das oikos-Institut für Mission und Ökumene wieder zwei Plätze für junge Erwachsene in den Summer Camps der UCC in Ohio vergeben. Interessent*innen können sich jetzt schon per Mail an Miriam Albrecht, Referentin für Junge Ökumene, wenden, um frühzeitig Informationen zum Bewerbungsverfahren zu erhalten.

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