Aus Mietern werden Geschwister

Gelebte Einheit unter einem Kirchendach in Münster

Aus einer reinen Zweckgemeinschaft ist echte Gemeinschaft geworden: Die Evangelische Johanneskirche Münster und die Assemblies of God gehen seit 2024 bewusst gemeinsame Wege. Über 15 Jahre teilten sie sich ein Gebäude – nun verbindet sie gelebter Glaube. Das Projekt gilt inzwischen als Modell für die Evangelische Kirche von Westfalen.

Ein gemeinsamer Gottesdienst machte die neue Verbundenheit sichtbar: singend, klatschend und in mehreren Sprachen feiern die Gemeinden ihren Glauben. Impulse brachte zuvor ein interkultureller Glaubenskurs, der Raum für Austausch und gemeinsames Lernen bot. „Wir gehören zusammen“, ist die gemeinsame Erfahrung.

Akasua Wagner aus Ghana schätzt besonders die Vielfalt der Ausdrucksformen im Glauben und die offene Atmosphäre. Auch Pastor Kwadwu Owusu betont, wie bereichernd das Miteinander ist: Unterschiedliche Gebetsformen und Musikstile ergänzen sich. „Wir haben nur einen Gott“, sagt Elvis Mbah – entscheidend sei, gemeinsam für eine bessere Welt zu wirken.

Johanneskirchen-Pfarrer Arndt Menze fasst es so: „Ihr habt unserem Glauben Beine gemacht.“ In einer zerrissenen Welt brauche es Menschen, die verbinden und die Liebe Gottes weitergeben.

Kirche in Vielfalt – ein Modell wird lebendig

Die Partnerschaft ist Teil einer größeren Vision: Kirche als vielfältige, internationale Gemeinschaft. Angestoßen durch Beschlüsse der Landessynode und begleitet vom oikos-Institut, wird in Münster konkret, was „Kirche in Vielfalt“ bedeutet.

Seit dem ersten gemeinsamen Gottesdienst 2024 hat sich viel entwickelt: gemeinsame Feste, Veranstaltungen und Glaubenskurse. Unterschiede trennen nicht mehr – sie bereichern. Charismatischer Lobpreis und liturgische Tradition finden zusammen.

Das Projekt zeigt: Vielfalt stärkt – geistlich, sozial und organisatorisch. Aus Fremden sind Geschwister geworden. Aus einem Nebeneinander ein Miteinander. Und aus einem gemeinsamen Dach eine gemeinsame Gemeinde.

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Aus Mietern werden Geschwister

Gelebte Einheit unter einem Kirchendach in Münster

Aus einer reinen Zweckgemeinschaft ist echte Gemeinschaft geworden: Die Evangelische Johanneskirche Münster und die Assemblies of God gehen seit 2024 bewusst gemeinsame Wege. Über 15 Jahre teilten sie sich ein Gebäude – nun verbindet sie gelebter Glaube. Das Projekt gilt inzwischen als Modell für die Evangelische Kirche von Westfalen.

Ein gemeinsamer Gottesdienst machte die neue Verbundenheit sichtbar: singend, klatschend und in mehreren Sprachen feiern die Gemeinden ihren Glauben. Impulse brachte zuvor ein interkultureller Glaubenskurs, der Raum für Austausch und gemeinsames Lernen bot. „Wir gehören zusammen“, ist die gemeinsame Erfahrung.

Akasua Wagner aus Ghana schätzt besonders die Vielfalt der Ausdrucksformen im Glauben und die offene Atmosphäre. Auch Pastor Kwadwu Owusu betont, wie bereichernd das Miteinander ist: Unterschiedliche Gebetsformen und Musikstile ergänzen sich. „Wir haben nur einen Gott“, sagt Elvis Mbah – entscheidend sei, gemeinsam für eine bessere Welt zu wirken.

Johanneskirchen-Pfarrer Arndt Menze fasst es so: „Ihr habt unserem Glauben Beine gemacht.“ In einer zerrissenen Welt brauche es Menschen, die verbinden und die Liebe Gottes weitergeben.

Kirche in Vielfalt – ein Modell wird lebendig

Die Partnerschaft ist Teil einer größeren Vision: Kirche als vielfältige, internationale Gemeinschaft. Angestoßen durch Beschlüsse der Landessynode und begleitet vom oikos-Institut, wird in Münster konkret, was „Kirche in Vielfalt“ bedeutet.

Seit dem ersten gemeinsamen Gottesdienst 2024 hat sich viel entwickelt: gemeinsame Feste, Veranstaltungen und Glaubenskurse. Unterschiede trennen nicht mehr – sie bereichern. Charismatischer Lobpreis und liturgische Tradition finden zusammen.

Das Projekt zeigt: Vielfalt stärkt – geistlich, sozial und organisatorisch. Aus Fremden sind Geschwister geworden. Aus einem Nebeneinander ein Miteinander. Und aus einem gemeinsamen Dach eine gemeinsame Gemeinde.

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