Aktualisierte Charta Oecumenica unterzeichnet

Neue Leitlinien für die ökumenische Zusammenarbeit in Europa

Mit der Unterzeichnung der aktualisierten Charta Oecumenica im November 2025 haben die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) ein wichtiges ökumenisches Signal gesetzt. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) stellte zeitgleich die deutsche Übersetzung bereit. Die Charta, ursprünglich 2001 verabschiedet und in Deutschland seit dem Ökumenischen Kirchentag 2003 wirksam, wurde nun grundlegend überarbeitet, um den tiefgreifenden Veränderungen in Europa Rechnung zu tragen.

Die neue Fassung enthält zusätzliche Kapitel zu Frieden, Migration, neuen Technologien und zur Bedeutung der Jugend – Themen, die ökumenisch wie gesellschaftlich an Relevanz gewonnen haben. Während die Struktur weiterentwickelt wurde, bleibt das Herzstück der Charta erhalten: die Selbstverpflichtungen, die nun konkretisiert und erweitert wurden. Sie rufen die Kirchen dazu auf, gemeinsam eine christliche Stimme in einer pluralen Gesellschaft einzubringen und die Einheit der Christen sichtbar zu fördern. Ziel ist eine „ökumenische Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens“.

Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK in Deutschland, betont, dass ökumenische Dokumente regelmäßig überprüft werden müssen, um tragfähige Antworten auf die Zeichen der Zeit zu geben. Er zeigt sich dankbar für den breiten internationalen Revisionsprozess und blickt optimistisch auf die kommenden Schritte der Rezeption und Umsetzung in Deutschland. Mit der Unterzeichnung beginne die eigentliche Arbeit erst.

Die ACK verweist darauf, dass der Text die ökumenischen Fortschritte der vergangenen zwei Jahrzehnte würdigt und zugleich ambitionierte Perspektiven eröffnet. Die Charta lädt die Kirchen ein, Verantwortung zu übernehmen – für ein friedliches Europa, für Menschen auf der Flucht, für eine reflektierte Nutzung neuer Technologien und für junge Generationen, die die Zukunft der Ökumene mitgestalten.

Internet: Deutsche Übersetzung der Charta Oecumenica: https://www.oekumene-ack.de/themen/charta-oecumenica/revidierte-ausgabe-2025

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Aktualisierte Charta Oecumenica unterzeichnet

Neue Leitlinien für die ökumenische Zusammenarbeit in Europa

Mit der Unterzeichnung der aktualisierten Charta Oecumenica im November 2025 haben die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) ein wichtiges ökumenisches Signal gesetzt. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) stellte zeitgleich die deutsche Übersetzung bereit. Die Charta, ursprünglich 2001 verabschiedet und in Deutschland seit dem Ökumenischen Kirchentag 2003 wirksam, wurde nun grundlegend überarbeitet, um den tiefgreifenden Veränderungen in Europa Rechnung zu tragen.

Die neue Fassung enthält zusätzliche Kapitel zu Frieden, Migration, neuen Technologien und zur Bedeutung der Jugend – Themen, die ökumenisch wie gesellschaftlich an Relevanz gewonnen haben. Während die Struktur weiterentwickelt wurde, bleibt das Herzstück der Charta erhalten: die Selbstverpflichtungen, die nun konkretisiert und erweitert wurden. Sie rufen die Kirchen dazu auf, gemeinsam eine christliche Stimme in einer pluralen Gesellschaft einzubringen und die Einheit der Christen sichtbar zu fördern. Ziel ist eine „ökumenische Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens“.

Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK in Deutschland, betont, dass ökumenische Dokumente regelmäßig überprüft werden müssen, um tragfähige Antworten auf die Zeichen der Zeit zu geben. Er zeigt sich dankbar für den breiten internationalen Revisionsprozess und blickt optimistisch auf die kommenden Schritte der Rezeption und Umsetzung in Deutschland. Mit der Unterzeichnung beginne die eigentliche Arbeit erst.

Die ACK verweist darauf, dass der Text die ökumenischen Fortschritte der vergangenen zwei Jahrzehnte würdigt und zugleich ambitionierte Perspektiven eröffnet. Die Charta lädt die Kirchen ein, Verantwortung zu übernehmen – für ein friedliches Europa, für Menschen auf der Flucht, für eine reflektierte Nutzung neuer Technologien und für junge Generationen, die die Zukunft der Ökumene mitgestalten.

Internet: Deutsche Übersetzung der Charta Oecumenica: https://www.oekumene-ack.de/themen/charta-oecumenica/revidierte-ausgabe-2025

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