50 Jahre Oikocredit

Verantwortung gegen Ungerechtigkeit übernehmen – Gottesdienst in Rheine

Oikocredit ist eine internationale, ökumenische Genossenschaft für nachhaltige Geldanlage und Entwicklungsfinanzierung. Von Anfang an ging es um Solidarität statt Almosen: Kirchenrücklagen sollten nicht in Rüstung und Apartheid fließen, sondern in eine gerechtere Welt.

Die Gründung im Jahr 1975 erfolgte auf Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen und war eine Reaktion auf die Konflikte und Debatten dieser Zeit, als der Krieg in Vietnam oder die Apartheidpolitik in Südafrika die Schlagzeilen dominierten. Zwischenzeitlich änderte die Genossenschaft mit Sitz in den Niederlanden ihren Namen.

Als Oikocredit feiert sie nun ihr 50-jähriges Bestehen. Heute zählt die Entwicklungsgenossenschaft als weltweite Bewegung mehr als 46.000 Anlegerinnen und Anleger: Privatpersonen, Kirchen und Institutionen, die Verantwortung gegen Ungerechtigkeit übernehmen und gemeinsam den sozialen und ökologischen Wandel voranbringen wollen.

Auch die Evangelische Kirche von Westfalen trägt diese Idee mit: Sie ist Mitglied von Oikocredit und im Vorstand des westdeutschen Förderkreises durch die Theologin Ailed Villalba  Aquino und Pfarrer Jean-Gottfried Mutombo vertreten. Beide arbeiten im oikos-Institut für Mission und Ökumene. Die westfälische Kirche macht damit deutlich, dass ethische Geldanlage Teil kirchlicher Verantwortung für Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung ist.

Das Jubiläum der internationalen Genossenschaft wird bundesweit gefeiert – auch in Westfalen. In Rheine fand dazu ein Themen-Gottesdienst in der Jakobi-Kirche anlässlich der „Fairen Woche" statt. In seiner Predigt rief Pfarrer Jean-Gottfried Mutombo vom oikos-Institut dazu auf, eine Welt zu schaffen, „in der Kinder nicht mehr vor Hunger schreien und umkommen."

In den kommenden Wochen und Monaten gibt es weitere Gelegenheiten, Oikocredit kennenzulernen: bei Workshops, thematischen Spaziergängen oder Diskussionsabenden. Eine Übersicht aller Veranstaltungen findet sich hier: https://www.oikocredit.org/de/geldanlage/werden-sie-mitglied/forderkreis-wd/

Auf zwei Veranstaltungen wird besonders  hingewiesen:

Gemeinden sind herzlich eingeladen, Oikocredit auch vor Ort sichtbar zu machen – sei es mit einem Gottesdienst, einer Veranstaltung oder einem Beitrag im Gemeindebrief. Materialien und Unterstützung stellt Oikocredit zur Verfügung. Gottesdienstbausteine, Texte, Fotos und weitere Angebote finden sich hier.

Bildhinweis: Maria Pupiales, Inhaberin einer Stickerei in Ecuador, hat mit einem Kredit eines Oikocredit-Partners in eine Nähmaschine, Stoffe und Garne investiert. Foto: Opmeer Reports/oikocredit

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50 Jahre Oikocredit

Verantwortung gegen Ungerechtigkeit übernehmen – Gottesdienst in Rheine

Oikocredit ist eine internationale, ökumenische Genossenschaft für nachhaltige Geldanlage und Entwicklungsfinanzierung. Von Anfang an ging es um Solidarität statt Almosen: Kirchenrücklagen sollten nicht in Rüstung und Apartheid fließen, sondern in eine gerechtere Welt.

Die Gründung im Jahr 1975 erfolgte auf Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen und war eine Reaktion auf die Konflikte und Debatten dieser Zeit, als der Krieg in Vietnam oder die Apartheidpolitik in Südafrika die Schlagzeilen dominierten. Zwischenzeitlich änderte die Genossenschaft mit Sitz in den Niederlanden ihren Namen.

Als Oikocredit feiert sie nun ihr 50-jähriges Bestehen. Heute zählt die Entwicklungsgenossenschaft als weltweite Bewegung mehr als 46.000 Anlegerinnen und Anleger: Privatpersonen, Kirchen und Institutionen, die Verantwortung gegen Ungerechtigkeit übernehmen und gemeinsam den sozialen und ökologischen Wandel voranbringen wollen.

Auch die Evangelische Kirche von Westfalen trägt diese Idee mit: Sie ist Mitglied von Oikocredit und im Vorstand des westdeutschen Förderkreises durch die Theologin Ailed Villalba  Aquino und Pfarrer Jean-Gottfried Mutombo vertreten. Beide arbeiten im oikos-Institut für Mission und Ökumene. Die westfälische Kirche macht damit deutlich, dass ethische Geldanlage Teil kirchlicher Verantwortung für Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung ist.

Das Jubiläum der internationalen Genossenschaft wird bundesweit gefeiert – auch in Westfalen. In Rheine fand dazu ein Themen-Gottesdienst in der Jakobi-Kirche anlässlich der „Fairen Woche" statt. In seiner Predigt rief Pfarrer Jean-Gottfried Mutombo vom oikos-Institut dazu auf, eine Welt zu schaffen, „in der Kinder nicht mehr vor Hunger schreien und umkommen."

In den kommenden Wochen und Monaten gibt es weitere Gelegenheiten, Oikocredit kennenzulernen: bei Workshops, thematischen Spaziergängen oder Diskussionsabenden. Eine Übersicht aller Veranstaltungen findet sich hier: https://www.oikocredit.org/de/geldanlage/werden-sie-mitglied/forderkreis-wd/

Auf zwei Veranstaltungen wird besonders  hingewiesen:

Gemeinden sind herzlich eingeladen, Oikocredit auch vor Ort sichtbar zu machen – sei es mit einem Gottesdienst, einer Veranstaltung oder einem Beitrag im Gemeindebrief. Materialien und Unterstützung stellt Oikocredit zur Verfügung. Gottesdienstbausteine, Texte, Fotos und weitere Angebote finden sich hier.

Bildhinweis: Maria Pupiales, Inhaberin einer Stickerei in Ecuador, hat mit einem Kredit eines Oikocredit-Partners in eine Nähmaschine, Stoffe und Garne investiert. Foto: Opmeer Reports/oikocredit

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